Die Führungskräfte von Fertitta Entertainment, Richard Liem und Steven Scheinthal, erhielten am Mittwoch die vorläufige Lizenzgenehmigung der Nevada Gaming Control Board. Die Genehmigungen markieren einen prozeduralen Schritt in der laufenden 17,6-Milliarden-Dollar-Übernahme von Caesars Entertainment, wobei die abschließende Prüfung durch die Kommission für den 23. Juli geplant ist.
Liem und Scheinthal sind seit 2005 im Glücksspielmarkt von Nevada lizenziert. Sie verwalten derzeit die Fertitta Entertainment-Betriebe gemeinsam mit Paige Fertitta, während der Milliardär Tilman Fertitta als US-Botschafter in Italien und San Marino tätig ist. Die Kommission genehmigte die vorläufigen Lizenzen einstimmig und wies dabei auf die langjährige Verbindung der Führungskräfte mit dem Unternehmen hin.
Transaktionshürden und Zeitplan
Die vollständig in Bar durchgeführte Transaktion beläuft sich auf 17,6 Milliarden US-Dollar, bestehend aus 5,7 Milliarden US-Dollar Eigenkapital und 11,9 Milliarden US-Dollar übernommener Schulden. Scheinthal gab an, dass der Abschlussprozess voraussichtlich mehr als ein Jahr dauern wird. Das Unternehmen plant, bis zum 13. Juli eine Hart-Scott-Rodino-Kartellrechtsantrag bei der Federal Trade Commission einzureichen, wodurch eine obligatorische 30-tägige Wartezeit beginnt.
Die Genehmigung von Glücksspiellizenzen in allen Caesars-Gebieten bleibt eine Hauptpriorität. Das Unternehmen hat die Lizenzanträge in zwei Gruppen unterteilt, wobei die erste Runde diese Woche abgeschlossen wird. Scheinthal schätzte die Dauer für die vollständige behördliche Genehmigung auf neun bis zehn Monate.
Während der Kommissionsversammlung lag der Fokus auch auf der Compliance, insbesondere im Hinblick auf die kürzlich verhängte Geldstrafe in Höhe von 7,8 Millionen US-Dollar gegen Caesars wegen Verstößen gegen die Geldwäschebestimmungen im Zusammenhang mit dem Buchmacher Mathew Bowyer. Scheinthal bestätigte, dass Fertitta und Golden Nugget Casinos ein einwandfreies Integritätsprofil aufweisen.
Die Übernahmevereinbarung wurde ursprünglich im Mai bekannt gegeben. Caesars Entertainment bleibt ein börsennotiertes Unternehmen und muss neben den behördlichen Verfahren einen Proxy-Statement zur Aktionärszustimmung einreichen.